Matthias Baumann wurde am 18.September 1966 in Berlin geboren.
Seit der Schulzeit besuchte er verschiedene Zeichen-AGs und beschäftigte sich zunächst mit Bleistift- und Federzeichnungen. An seinem 18. Geburtstag bekam er Ölfarben geschenkt. Bis dahin dachte er, dass er nichts damit anfangen könne. Er hatte jedoch eine Motiv-Idee, die er nur damit umsetzen konnte. Nachdem das Bild gelungen war, entstanden weitere Ölbilder.
Die erhebliche Trockenzeit von Ölfarben behinderte jedoch die schnelle Umsetzung von Ideen, so dass Baumann bald auf Acrylfarben umstieg. Diese trocknen wesentlich schneller und zeichnen sich zudem durch eine sehr hohe Deckkraft aus.
Neben Collagen kamen Mitte der 90er Jahre 3D-Animationen hinzu. Dadurch wurden die Inhalte noch plastischer.
Stilistisch ist er vom Surrealismus beeinflusst. Angestoßen wurde diese Neigung durch Fernsehsendungen, in denen Gemälde von Magritte und Dali analysiert wurden. Baumann war fasziniert davon, wie sich bei genauer Betrachtung dieser Bilder deren tiefer Sinn erschloss. So lehnt er Kunst in Form von röhrenden Hirschen und Farbtopfwurfübungungen ab. Ein besonderes Kennzeichen des Dali-Einflusses ist das Spiegelei, welches Baumann gelegentlich in seinen Logos und Werken auftauchen lässt.
Das Hobby zum Beruf machte er allerdings nicht. Das lag daran, dass er in der Phase der Berufsfindung eine Voreignungsprüfung der Kunsthochschule absolvierte. Dort fiel er durch. So lag es nahe, sich beruflich seinem anderen Hobby Mathematik zuzuwenden und Informatiker zu werden. Das hatte den Vorteil, dass er nicht darauf angewiesen war, "das grüne Bild für die grüne Couchgarnitur" malen zu müssen, sondern die Themen frei wählen konnte.
Mit etwa zwanzig Jahren entschied er sich bewusst für ein Leben mit Jesus Christus. Das ist auch primäres Thema seiner Werke.